Weiße Ware ist die Handelsbezeichnung für elektrische Haushaltsgroßgeräte, die waschen, trocknen, spülen, kühlen oder kochen. Der Name kommt vom weiß emaillierten Blech, mit dem die ersten Geräte verkleidet waren, und gilt heute unabhängig von der Farbe: Ein Kühlschrank in Edelstahloptik oder ein schwarzer Backofen zählt genauso dazu. Jedes dieser Geräte enthält einen Motor, ein Heizelement oder beides, und an jeder dieser Stellen trennt ein Isolierteil Spannung von Blech und Wasser. GOBA, seit 1959 Hersteller von Isolierteilen, fertigt diese Teile für Hersteller von Haushaltsgeräten. Dieser Artikel zeigt, welche Geräte dazuzählen, wo die Grenze zu Brauner, Roter und Grauer Ware verläuft und was aus Sicht des Zulieferers in Weißer Ware steckt.
Welche Geräte zählen zur Weißen Ware?
Das Deutsche Wörterbuch DWDS führt Weiße Ware als technische Geräte für Küche und Haushalt, die häufig in weißer Farbe angeboten werden, und nennt Weißware als gleichbedeutendes Synonym. Im Handel laufen daneben die Formen Weißwaren und Weißgeräte, gemeint ist dasselbe. Zur Gruppe gehören:
- Waschmaschinen, Wäschetrockner und Waschtrockner
- Geschirrspüler
- Kühlschränke, Gefrierschränke und Gefriertruhen
- Herde, Backöfen, Kochfelder und Induktionskochfelder
- Dunstabzugshauben
Eine zweite, ältere Bedeutung meint ungefärbte weiße Textilien aus Baumwolle oder Leinen. Sie kommt im heutigen Sprachgebrauch kaum noch vor, taucht aber im DWDS als erste Bedeutung auf. Im Handel und in der Zulieferindustrie ist mit Weißer Ware immer das Haushaltsgerät gemeint.
Elektrokleingeräte wie Kaffeemaschine, Toaster, Staubsauger oder Haartrockner gehören streng genommen nicht dazu. Der Handel führt sie als eigene Gruppe, manche Händler zählen sie trotzdem zur Weißen Ware. Für die Technik ist die Trennung wichtiger als für den Handel, weil die Sicherheitsnorm ein unbeaufsichtigtes Großgerät strenger prüft als ein Kleingerät, das jemand in der Hand hält. Dazu mehr im Abschnitt zu den Normen.
Weiße Ware, Braune Ware, Rote Ware und Graue Ware im Vergleich
Der Handel ordnet Elektrogeräte seit Jahrzehnten nach Farben, und jede Farbe geht auf das Gehäuse zurück, das die jeweilige Gerätegruppe früher hatte. Wikipedia führt vier Gruppen.
| Bezeichnung | Geräte | Herkunft des Namens |
|---|---|---|
| Weiße Ware | Waschmaschine, Trockner, Geschirrspüler, Kühlschrank, Herd, Dunstabzug | weiß emailliertes Stahlblech der ersten Haushaltsgroßgeräte |
| Braune Ware | Fernseher, Radio, HiFi-Anlage, Spielkonsole | braune Holzgehäuse und Holzrahmen der Rundfunkgeräte |
| Rote Ware | Heizgeräte, Heizlüfter, Radiatoren | rot glühende Heizwendeln |
| Graue Ware | Computer, Drucker, Telefone, Netzwerktechnik | graue Gehäuse der Bürorechner |
Die Grenzen verwischen, ein Fernseher mit Internetzugang ist Braune und Graue Ware zugleich. Für den Zulieferer zählt eine andere Grenze: Weiße Ware arbeitet mit Netzspannung, Wasser, Wärme und bewegten Massen im selben Gehäuse. Keine andere Gerätegruppe stellt so viele Anforderungen gleichzeitig an die Isolierung.
Welche Isolierteile stecken in Weißer Ware?
In jedem Haushaltsgroßgerät gibt es drei Stellen, an denen Isolierstoffe arbeiten: im Motor, am Heizelement und um die Elektronik. Dazu kommen Trennlagen zwischen Baugruppen, Vliese gegen Vibration und Schutzfolien. Die folgende Tabelle ordnet sie den Geräten zu.
| Gerät | Wo isoliert wird | Belastung | Typische Isolierstoffe |
|---|---|---|---|
| Waschmaschine | Antriebsmotor (Nut, Phase, Deckschieber), Laugenpumpe, Heizstab, Steuerplatine | Feuchte, Vibration, Schleuderdrehzahl, Waschlauge | PET-Folie, DMD- und NMN-Laminat, Nomex, Vlies |
| Wäschetrockner | Heizregister, Gebläsemotor, Trommelmotor, Kondensator | Dauerwärme am Heizregister, Flusen, Brandschutz | Glimmerplatte, Mikanit, Nomex, PET-Folie |
| Geschirrspüler | Umwälzpumpe mit Heizung, Ablaufpumpe, Türelektronik | Feuchte, Spülmittel, 60 bis 70 °C Wassertemperatur | PET-Folie, Laminate, Vlies zur Dämpfung |
| Kühlschrank, Gefriergerät | Verdichtermotor, Lüftermotor, Trennlagen hinter Elektronik und Sensoren | Dauerbetrieb, Kältemittel, Kondenswasser | PET-Folie, Pressspan, kaschierte Folienverbunde |
| Backofen, Herd | Heizwendelträger, Anschlussraum, Lüftermotor, Türschalter | 250 bis 300 °C im Garraum, bei Pyrolyse mehr, Anschlussraum deutlich kühler | Glimmer, Mikanit, Nomex, Polyimidfolie |
| Induktionskochfeld | Spulenträger, Dämmplatte zur Glaskeramik, Leistungselektronik | Hochfrequenz 20 bis 30 kHz, Wärme vom Topf zurück | Glimmer, Aerogel-Dämmplatte, Polyimidfolie |
| Dunstabzugshaube | Lüftermotor, Beleuchtung, Steuerung | Fettdampf, Wärme vom Kochfeld | PET-Folie, Vlies für Filter und Akustik |
Die Zuordnung stützt sich auf unsere Fertigung für Waschmaschinen, Geschirrspüler und Kühlgeräte und auf die Unterlagen der Glimmer- und Antriebshersteller (Asheville Mica, Elmelin, Hanning). Sie ist typisch, nicht vollständig, weil jeder Gerätehersteller seine eigenen Baugruppen hat. Zwei Muster ziehen sich aber durch alle Zeilen. Wo ein Motor läuft, arbeitet flächiger Isolierstoff in der Nut, das ist der Kern unserer Isoliermaterialien der Klassen A bis C. Wo ein Heizelement sitzt, übernimmt Glimmer, weil kein organischer Werkstoff die Dauerwärme direkt am Heizdraht aushält.
Motorisolation in Waschmaschine, Trockner, Geschirrspüler und Kühlschrank
Der Antriebsmotor der Waschmaschine ist das am stärksten belastete Isoliersystem im ganzen Gerät. Er wechselt zwischen langsamem Waschen und Schleudergängen mit 1.400 oder 1.600 Trommelumdrehungen pro Minute, sitzt unter der feuchten Laugenbehälterwanne und läuft über die Lebensdauer des Geräts einige tausend Stunden. Zwei Motortypen teilen sich den Markt: der klassische Universalmotor mit Kollektor und Bürsten und der bürstenlose Gleichstrommotor (BLDC) mit Inverter, der in den Geräten der oberen Effizienzklassen seit Jahren Standard ist. Beide brauchen dieselben flächigen Isolierteile.
- Jede Nut des Blechpakets bekommt eine Nutisolation, die die Wicklung vom geerdeten Eisen trennt. In der Waschmaschine ist sie meist ein Laminat aus Polyestervlies und PET-Folie (DMD) oder ein PET-Nomex-Verbund (NMN), gefalzt und mit vorgeprägter Kante in die Nut geschoben.
- Nach dem Wickeln verschließt ein Deckschieber die Nut und hält die Drähte im Blechpaket, auch wenn die Trommel mit Unwucht schleudert.
- Im Wickelkopf trennt die Phasenisolation die Spulen verschiedener Phasen, dort stehen bei BLDC-Motoren steile Inverterflanken auf engem Raum.
- Beim Universalmotor kommen Ankerisolation und Kollektorisolierung hinzu, weil der Rotor selbst gewickelt ist.
Die Wärmeklasse dieser Teile richtet sich nach IEC 60085. Klasse B mit 130 °C ist die Untergrenze für Hausgerätemotoren, Klasse F mit 155 °C der übliche Stand, und in Trocknern oder in der Nähe von Heizungen wird Klasse H mit 180 °C ausgelegt. Welche Werkstoffe welcher Klasse entsprechen, steht im Beitrag zu den Isolierstoffklassen. Für den Aufbau der Wicklung selbst führt der Pillar zur Elektromotorwicklung.
Pumpen sind kleine Motoren mit denselben Teilen, aber im Wasser. Die Umwälzpumpe des Geschirrspülers trägt inzwischen oft die Heizung im Pumpengehäuse, Hanning liefert solche beheizten Umwälzpumpen in Serie. Damit sitzt die Motorisolation neben einem Heizelement und im Spritzwasser zugleich, und die Isolierstoffgruppe nach CTI wird zur Auslegungsgröße. Der Verdichter im Kühlschrank ist das Gegenteil: wenig Wärme, aber Nutisolation dauerhaft in Kältemittel und Öl, also chemische Beständigkeit vor Wärmeklasse.
Heizelemente und Hochtemperatur: Backofen, Trockner, Induktionskochfeld
Am Heizelement endet der Einsatz von Kunststofffolie. Der Heizdraht eines Backofens, eines Trocknerregisters oder eines Toasters liegt auf oder in einem Träger, der die Temperatur des Drahts aushält und ihn zugleich vom Blech isoliert. Dieser Träger ist Glimmer, entweder als Naturglimmerplatte oder als Mikanit, also Glimmer mit Harzbindung. Asheville Mica beschreibt die Heizplatte für Toaster-Heizkarten und die Keramik- und Glimmerstützen für Nichrom-Heizwendeln in Geschirrspülern, Trocknern und Backöfen genau so. Elmelin liefert starre Glimmerplatten von 0,10 bis 50 mm Dicke mit Hitzebeständigkeit bis 1.000 °C und nennt Haartrockner, Toaster und Wäschetrockner als Anwendungen.
Zwischen Heizzone und Motor arbeiten Aramidpapier und Polyimidfolie. Nomex trägt 180 °C dauerhaft, Polyimidfolie wie Kapton 240 °C. Beide isolieren den Anschlussraum hinter dem Backofen, den Kabelbaum entlang des Heizregisters oder den Lüftermotor des Umluftgebläses. Welche Werkstoffe oberhalb davon noch in Frage kommen, ordnet der Beitrag zur Hochtemperatur-Isolierung ein.
Das Induktionskochfeld ist der Sonderfall unter den Kochgeräten, weil dort keine Heizwendel arbeitet. Unter der Glaskeramik liegt eine Spule aus Hochfrequenzlitze, die bei 20 bis 30 kHz betrieben wird, darunter ein Ferritjoch. Ein Patent von 1995 (US 5430273 A) beschreibt zwischen Spule und Glaskeramik eine Dämmplatte aus pyrogenem Kieselsäure-Aerogel, die die Wärme des Topfbodens von der Spule fernhält, und Litzendrähte mit 0,2 mm Einzeldurchmesser. Die Spule braucht Glimmer oder Polyimid als Träger, die Leistungselektronik darunter Isolierfolien mit hoher Durchschlagfestigkeit auf kleinem Raum.
Welche Normen gelten für Isolierstoffe in Weißer Ware?
Die Sicherheitsnorm aller Haushaltsgeräte ist IEC 60335-1, in Europa als EN 60335-1 und in Deutschland als VDE 0700-1 übernommen. Sie gilt für Geräte mit Nennspannung bis 250 V einphasig und 480 V sonst. Zu jedem Gerätetyp gibt es einen Teil 2 mit besonderen Anforderungen: 60335-2-5 für Geschirrspüler, 2-6 für Herde, Kochmulden und Backöfen, 2-7 für Waschmaschinen, 2-11 für Wäschetrockner, 2-24 für Kühl- und Gefriergeräte und 2-31 für Dunstabzugshauben. Für Isolierteile entscheiden vier Kapitel der Norm, und die Zahlen darin legen fest, welcher Werkstoff überhaupt in Frage kommt.
| Anforderung | Wert | Was er für das Isolierteil bedeutet | Quelle |
|---|---|---|---|
| Kugeldruckprüfung nach IEC 60695-10-2 | 125 °C für Teile, die spannungsführende Teile tragen, 75 °C für Außenteile | Thermoplaste unterhalb dieser Formbeständigkeit scheiden als Träger aus | IEC 60335-1, Abschnitt 30.1 |
| Glühdrahtprüfung nach IEC 60695-2-11, unbeaufsichtigte Geräte | 750 °C an Verbindungen über 0,2 A, 650 °C an den übrigen, keine Flamme länger als 2 s | gilt für Waschmaschine, Trockner, Geschirrspüler, Kühlschrank, Herd | IEC 60335-1, Abschnitt 30.2.3 |
| Glühdrahtprüfung, beaufsichtigte Geräte | 750 °C ab 0,5 A, sonst 650 °C | Kleingeräte in der Hand werden milder geprüft | IEC 60335-1, Abschnitt 30.2.2 |
| Materialnachweis statt Bauteilprüfung | GWFI 850 °C (IEC 60695-2-12) oder GWIT 775 °C (IEC 60695-2-13) | Werkstoff mit Datenblattnachweis spart die Prüfung am Bauteil | TE Connectivity, White Paper zu IEC 60335-1 Ed. 5.1 |
| 3-mm-Regel | alle nichtmetallischen Teile innerhalb 3 mm um eine stromführende Verbindung | auch die Trennlage neben der Klemme muss die Glühdrahtstufe erfüllen | IEC 60335-1, Abschnitt 30.2 |
| Kriechstrecke Basisisolierung, 250 V, Verschmutzungsgrad 2 | 1,25 mm (Gruppe I), 1,8 mm (II), 2,5 mm (IIIa/IIIb) | je höher der CTI des Werkstoffs, desto kompakter das Teil | IEC 60335-1, Tabelle 17 |
| Kriechstrecke verstärkte Isolierung, 250 V | 2,5 bis 5,0 mm bei Verschmutzungsgrad 2, 6,4 bis 8,0 mm bei Grad 3 | im Spritzwasserbereich des Geschirrspülers gilt der höhere Grad | IEC 60335-1, Tabelle 17 |
| Luftstrecke nach Bemessungsstoßspannung | 1,5 mm bei 2.500 V, 3,0 mm bei 4.000 V | bestimmt Abstand von Kante zu Kante über die Luft | IEC 60335-1, Tabelle 16 |
Die Unterscheidung zwischen beaufsichtigt und unbeaufsichtigt ist der Punkt, der die Weiße Ware von den Kleingeräten trennt. Ein Staubsauger oder ein Bügeleisen läuft, während jemand daneben steht. Eine Waschmaschine läuft nachts, ein Kühlschrank rund um die Uhr, ein Trockner mit Zeitvorwahl. Für diese Geräte verlangt die Norm die höhere Glühdrahtstufe schon ab 0,2 A, und seit Februar 2007 gelten dafür die verschärften Werte, die elektronikpraxis damals als Umstellung für die Verbindungstechnik beschrieben hat. Eine Trennlage aus PET-Folie, die an einer Motorklemme sitzt, fällt unter diese Regel, weil sie innerhalb der 3 mm um die Verbindung liegt.
Die Kriechstrecken hängen am CTI-Wert des Werkstoffs nach IEC 60112, erklärt im Beitrag zum Kriechstrom. Für das Brandverhalten gilt daneben die Klassifizierung nach UL 94, deren V-0 und V-1 die Norm als Ersatz für die Kleinteilprüfung anerkennt. Die Wärmeklasse der Wicklung prüft die Norm in der Heizprüfung nach der Widerstandsmethode: Wicklungswiderstand kalt und warm gemessen, daraus die Übertemperatur gerechnet, deren Grenze von der Isolierstoffklasse abhängt. Wer die Klasse zu knapp wählt, fällt an dieser Stelle durch.
Energielabel und Ecodesign: was sich für Motor und Isolierstoff ändert
Seit dem 1. März 2021 tragen Kühlgeräte, Waschmaschinen, Geschirrspüler und Fernseher das neue EU-Energielabel mit der Skala A bis G. Das Umweltbundesamt beschreibt die Folge: Ein Gerät, das bisher A+++ trug, landet auf dem neuen Label in B, C oder D, und die Klasse A blieb beim Start absichtlich leer, damit die Hersteller weiter Effizienz gewinnen müssen. Parallel verpflichten die Ökodesign-Verordnungen die Hersteller, Ersatzteile 7 bis 10 Jahre nach dem letzten Inverkehrbringen vorzuhalten und so zu konstruieren, dass sie mit allgemein verfügbaren Werkzeugen gewechselt werden können.
Für die Isolierung hat das drei Folgen, die in keiner Verbrauchermeldung stehen:
- Der Wirkungsgrad kommt aus dem Motor. Der BLDC-Motor mit Inverter verdrängt den Universalmotor, weil er ohne Bürstenverluste läuft und die Drehzahl frei stellt. Er braucht mehr Kupfer in der Nut, und die Nutisolation wird dünner, damit der Füllfaktor steigt. Verarbeiter beschreiben den Trend zu immer dünneren Nutlinern ausdrücklich, und dieser Schritt geht nur mit einem Werkstoff, der bei geringerer Dicke dieselbe Durchschlagfestigkeit hält.
- Der Inverter schaltet mit steilen Flanken. Die Windungs- und Phasenisolation sieht Spannungsspitzen, die es beim Universalmotor am Netz nicht gab. Die Auslegungsregeln umrichtergespeister Motoren, Teilentladungsfestigkeit und saubere Phasentrennung im Wickelkopf, gelten damit auch für Hausgerätemotoren, die früher mit Klasse B am Netz auskamen.
- Die Ersatzteilpflicht verlängert den Lebenszyklus des Isolierteils. Ein Nutliner, der 2026 in Serie geht, muss bis weit in die 2030er Jahre in identischer Ausführung lieferbar sein. Dokumentierte Werkstoffe, archivierte Werkzeuge und eine Fertigung, die auch Kleinserien nachlegt, werden zur Einkaufsanforderung.
Unsere Empfehlung an die Konstruktion lautet deshalb, die Wärmeklasse und die Dicke der Nutisolation am nächsten Label-Schritt festzumachen, nicht am heutigen Motor. Wer heute Klasse F auslegt, wo Klasse B rechnerisch noch reicht, hat Reserve für die nächste Effizienzstufe, ohne das Werkzeug neu zu bauen.
Was GOBA für Hersteller von Weißer Ware fertigt
GOBA liefert Isoliermaterialien und gefertigte Isolierteile für Motoren, Heizelemente und Steuerungen in Waschmaschinen, Geschirrspülern, Kühlschränken und Elektrokleingeräten. Die Branchenseite Haushaltsgeräte nennt die Baugruppen: Stanzteile und Laminatzuschnitte für Motoren, Heizungen und Elektronik, kaschierte Folienverbunde für kombinierte thermische und elektrische Trennung, Vliesmaterialien zur Vibrationsdämpfung in Pumpen und Lüftermodulen sowie Spezialfolien mit hoher Durchschlagfestigkeit für kompakte Steuergeräte und Leistungsmodule. Gefertigt wird in Serie und Kleinserie nach DIN ISO 2768 und ISO 9001, auf Wunsch aus R-PET-Varianten, die sich recyceln lassen.
Der Werkstoffbestand deckt die Isolierstoffklassen A bis C ab: Pressspan für Klasse A, Polyesterfolie, DMD-Laminat und Polyestervlies für Klasse B, NMN-Laminate für Klasse F, Nomex 410, 411 und 414 sowie NKN-Laminate für Klasse H und Polyimidfolie Kapton für Klasse C. Alle Markenprodukte sind UL-gelistet, und bei Polyesterfolie sind wir der größte europäische Converter für Mitsubishi-Hostaphan im Dickfolienbereich.
Beim Stanzen verarbeiten wir Materialdicken von 0,023 bis 3,0 mm, die Teile werden bis 1.000 x 2.000 mm groß. Für Nutliner und Deckschieber prägen wir die Falzkante im selben Stanzhub vor, damit das Teil in Ihrer Montage in Endposition bleibt, Werkzeugwahl und Verfahren stehen unter Stanzen und Formen. Isolierteile liefern wir gestapelt oder paketiert für die automatisierte Weiterverarbeitung, in einzelnen Kundenprojekten mit Marker-Linien, die Ihre Sensorik beim Einbau erkennt. Mehr zu Formteilen mit Falz, Prägung und Bördelung steht unter Isolierteile und Formteile.
Für Wickelmaschinen und Kabelbandagen schneiden wir Rollenware im Scherschnitt auf Breiten von 5 bis 1.600 mm mit einer Breitentoleranz von plus minus 0,1 mm, gewickelt auf Kerne mit 25, 55, 76 oder 152 mm Innendurchmesser. Das gilt für Ihre eigene Rollenware genauso, siehe Lohnschneiden. Die runde Aderisolierung des Kabelbaums selbst stellen wir nicht her, die Abgrenzung erklärt der Beitrag zur Kabelisolierung.
Einwand: Der Motor kommt fertig vom Antriebshersteller
Der Einkauf beim Gerätehersteller bezieht den Motor komplett von Hanning oder einem anderen Antriebshersteller und sieht die Nutisolation nie auf seiner Stückliste. Das stimmt, und es ändert wenig. Erstens fertigt ein Isolierteilehersteller wie GOBA genau die Teile, die der Antriebshersteller in den Motor einbaut, und die Anforderungen aus IEC 60335-1 kommen über die Motorspezifikation bei uns an. Zweitens bleibt im Gerät genug übrig, das der Gerätehersteller selbst verantwortet: die Trennlage hinter der Steuerplatine, die Glimmerplatte am Heizregister, die Isolierfolie im Anschlussraum, das Vlies unter der Pumpe, die Schutzfolie auf der Edelstahlfront. Diese Teile sind in der Stückliste klein und im Fehlerfall teuer, weil ein Werkstoffwechsel die Glühdrahtprüfung am Gerät neu aufruft.
Unsere Haltung dazu ist eindeutig: Wer ein Haushaltsgerät für die Ersatzteilpflicht der nächsten zehn Jahre baut, sollte den Isolierstoff mit Werkstoffnamen, Dicke, Wärmeklasse und Glühdrahtnachweis in die Zeichnung schreiben und nicht als Freitext dem Lieferanten überlassen. Ein Werkstoffwechsel, der im Einkauf drei Cent spart, kostet bei der nächsten Baumusterprüfung ein Vielfaches.
GOBA Fazit
Weiße Ware ist im Handel eine Farbe und in der Technik ein Isoliersystem. Motor, Heizelement und Elektronik teilen sich ein Gehäuse mit Wasser und Wärme, und IEC 60335-1 setzt die Grenzen: 125 °C Kugeldruck, 750 °C Glühdraht ab 0,2 A, Kriechstrecken nach CTI. Das Energielabel treibt den Motor zum BLDC und die Nutisolation zu dünneren Laminaten mit höherer Wärmeklasse. Wer diese Zahlen bei der Werkstoffwahl kennt, bestellt das Isolierteil einmal richtig und über die Ersatzteilpflicht hinaus.
Wir fertigen Isolierteile seit 1959, gestanzt, gefalzt und geschnitten nach Ihrer Zeichnung. Schicken Sie uns Werkstoff, Dicke, Wärmeklasse und Stückzahl über die Seite zu Haushaltsgeräten, für Sonderaufbauten und Kleinserien über kundenspezifische Produkte.




