Kupferfolie

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Kupferfolie ist ein metallischer Flachwerkstoff mit sehr geringer Dicke, der aus nahezu reinem Kupfer hergestellt wird. Kupferfolie wird eingesetzt, wenn eine hohe elektrische Leitfähigkeit, gute Wärmeleitfähigkeit oder eine wirksame elektromagnetische Abschirmung erforderlich ist. Aufgrund dieser Eigenschaften ist Kupferfolie ein zentrales Funktionsmaterial in der Elektrotechnik, Elektronik, EMV-Abschirmung, Batterietechnik und Leiterplattentechnik.

Kupferfolie ist kein normiertes Einheitsprodukt. Eigenschaften, Qualität und Eignung hängen stark von Herstellverfahren, Reinheit, Dicke und Oberflächenbeschaffenheit ab.

Technische Eigenschaften und Grundlagen

Werkstoff Kupfer

Kupfer ist ein Nichteisenmetall mit sehr hoher elektrischer und thermischer Leitfähigkeit. Für Kupferfolien werden in der Regel hochreine Kupfersorten eingesetzt.

Relevante Grundmerkmale von Kupfer:

  • Sehr hohe elektrische Leitfähigkeit

  • Hohe Wärmeleitfähigkeit

  • Gute Umformbarkeit

  • Gute Korrosionsbeständigkeit in vielen Umgebungen

Diese Eigenschaften machen Kupfer besonders geeignet für leitfähige und abschirmende Anwendungen.

Dickenbereiche von Kupferfolie

Kupferfolie wird typischerweise im Dickenbereich von wenigen Mikrometern bis zu mehreren Zehntelmillimetern eingesetzt. Die Dicke beeinflusst:

  • Elektrischen Widerstand

  • Mechanische Stabilität

  • Abschirmwirkung

  • Verarbeitbarkeit

Sehr dünne Kupferfolien sind mechanisch empfindlich und erfordern eine angepasste Verarbeitung.

Herstellverfahren von Kupferfolie

Walzfolie

Walzfolie wird durch mechanisches Walzen von Kupferblech auf sehr geringe Dicken hergestellt.

Typische Eigenschaften von Walzkupferfolie:

  • Sehr gleichmäßige Materialstruktur

  • Hohe mechanische Festigkeit

  • Gute Biegeeigenschaften

  • Glatte Oberfläche

Walzfolie wird bevorzugt in hochwertigen elektronischen Anwendungen eingesetzt.

Elektrolytisch hergestellte Kupferfolie

Elektrolytische Kupferfolie entsteht durch galvanische Abscheidung auf rotierenden Trommeln.

Typische Eigenschaften:

  • Kosteneffiziente Herstellung

  • Einseitig raue, einseitig glatte Oberfläche

  • Gute Haftung auf Substraten

Diese Kupferfolie wird häufig in Leiterplatten und Batterien eingesetzt.

Oberflächenbehandlung

Kupferfolie kann zusätzlich oberflächenbehandelt werden, um bestimmte Eigenschaften zu verbessern:

  • Oxidationsschutz

  • Haftverbesserung

  • Korrosionsbeständigkeit

Solche Behandlungen beeinflussen die elektrische Leitfähigkeit und müssen anwendungsbezogen bewertet werden.

Elektrische und thermische Eigenschaften

Elektrische Leitfähigkeit

Kupferfolie besitzt eine sehr geringe spezifische elektrische Resistivität. Dadurch eignet sie sich hervorragend für:

  • Stromführung

  • Masseflächen

  • Schirmungen

  • Kontaktierungen

Die effektive Leitfähigkeit hängt von Dicke, Reinheit und Temperatur ab.

Wärmeleitfähigkeit

Kupferfolie kann Wärme effizient verteilen oder ableiten. Sie wird daher auch als Wärmespreizer eingesetzt, insbesondere in der Leistungselektronik.

Dünne Folien haben eine geringere Wärmekapazität, reagieren jedoch schnell auf Temperaturänderungen.

Anwendungen und Einsatzbereiche

Leiterplatten und Elektronik

Kupferfolie ist ein zentrales Basismaterial in der Leiterplattentechnik. Sie dient als Leiterbahnmaterial und Massefläche.

Die Haftung auf Trägermaterialien ist hierbei entscheidend für die Zuverlässigkeit.

EMV-Abschirmung

Kupferfolie wird häufig zur EMV-Abschirmung eingesetzt. Durch ihre hohe Leitfähigkeit reflektiert und absorbiert sie elektromagnetische Felder effektiv.

Typische Anwendungen:

  • Gehäuseabschirmung

  • Kabelabschirmung

  • Abschirmfolien in Dichtsystemen

Die Abschirmwirkung hängt stark von der durchgängigen Kontaktierung ab.

Batterietechnik

In Lithium-Ionen-Batterien wird Kupferfolie als Stromableiter auf der Anodenseite eingesetzt. Hier sind hohe Reinheit und definierte Oberflächenstrukturen erforderlich.

Elektrotechnik und Energietechnik

Kupferfolie wird in Transformatoren, Wicklungen und Stromschienen eingesetzt, wenn geringe Bauhöhe oder flexible Geometrien erforderlich sind.

Verarbeitung von Kupferfolie

Schneiden und Stanzen

Kupferfolie kann mechanisch geschnitten oder gestanzt werden. Dünne Folien erfordern scharfe Werkzeuge und geringe Schnittkräfte, um Gratbildung zu vermeiden.

Biegen und Umformen

Kupferfolie ist gut umformbar. Bei sehr kleinen Biegeradien besteht jedoch die Gefahr von Materialermüdung.

Kleben und Laminieren

Kupferfolie wird häufig auf Kunststoffe oder Verbundmaterialien laminiert. Die Haftung ist abhängig von Oberflächenbehandlung und Klebstoffsystem.

Grenzen und Einschränkungen

Kupferfolie unterliegt technischen Grenzen:

  • Oxidation der Oberfläche

  • Mechanische Empfindlichkeit bei geringer Dicke

  • Gewicht im Vergleich zu Aluminium

  • Kosten bei hoher Materialreinheit

Diese Aspekte müssen bei der Konstruktion berücksichtigt werden.

Abgrenzung zu Aluminiumfolie

Kupferfolie bietet eine deutlich höhere elektrische Leitfähigkeit als Aluminiumfolie. Aluminiumfolie ist leichter und kostengünstiger, erreicht jedoch nicht die gleiche Abschirm- oder Leitungsleistung bei gleicher Dicke.

Die Auswahl erfolgt anwendungsabhängig.

GOBA Fazit

Kupferfolie ist ein hochfunktionales Material für elektrische, thermische und EMV-relevante Anwendungen. Ihre hohe Leitfähigkeit, gute Verarbeitbarkeit und vielseitigen Einsatzmöglichkeiten machen sie zu einem unverzichtbaren Werkstoff in der Elektrotechnik und Elektronik.

Die Eignung von Kupferfolie ergibt sich nicht allein aus dem Werkstoff Kupfer, sondern aus dem Zusammenspiel von Herstellverfahren, Dicke, Oberflächenbeschaffenheit und Verarbeitung.


Kontaktieren Sie uns gerne, um die optimale Lösung für Ihre Anforderungen zu finden.

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FAQ zur Kupferfolie

  • Kupferfolie ist ein dünner Flachwerkstoff aus Kupfer mit hoher elektrischer Leitfähigkeit.

  • Kupferfolie wird durch Walzen oder elektrolytische Abscheidung hergestellt.

  • Kupferfolie wird in Elektronik, EMV-Abschirmung, Batterien und Elektrotechnik eingesetzt.

  • Kupfer oxidiert an der Oberfläche, was je nach Anwendung berücksichtigt werden muss.

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